Verkaufspreis berechnen: Produktpreis-Rechner
Trag ein, was dich eine Bestellung wirklich kostet, und welche Marge du behalten willst. Der Rechner sagt dir den Verkaufspreis, der das trägt – prozentuale Kosten wie Zahlungsgebühren inklusive.
Deine Zahlen
Optional – lass die Werbekosten leer, wenn du noch keine bezahlte Werbung schaltest.
Ergebnis
Mit diesem Preis erreichst du deine Zielmarge – alle fixen Kosten und alle prozentualen Kosten sind schon abgedeckt.
Die Formel dahinter
Verkaufspreis = (Einkaufspreis + Versand + Werbekosten) ÷ (1 − (Gebühren % + Zielmarge %) ÷ 100)
Oben im Bruch steht alles, was dich pro Bestellung einen festen Betrag kostet: der Einkauf beim Lieferanten, der Versand und das Werbebudget, mit dem du diese eine Bestellung gewonnen hast. Diese Beträge ändern sich nicht, wenn du den Preis erhöhst. Unten im Bruch steht der Anteil des Preises, der dir nach den prozentualen Kosten überhaupt bleibt – Zahlungsabwicklung, Plattformprovision und die Marge, die du behalten willst.
Genau diese Division ist der Kern. Wenn Gebühren und Zielmarge zusammen 35 % vom Preis wegnehmen, stehen dir nur 65 % zur Verfügung, um Produkt, Versand und Werbung zu bezahlen. Also teilst du deine fixen Kosten durch 0,65, statt einfach einen Aufschlag draufzurechnen. Lässt du die Division weg, landest du jedes Mal zu tief – und die Lücke wächst mit jedem Prozentpunkt Gebühren, den du vergessen hast.
So nutzt du den Rechner
- 1
Trag deinen tatsächlichen Einkaufspreis und den Versand pro Bestellung ein – die echte Rechnung vom Lieferanten, nicht den Listenpreis.
- 2
Ergänze deine Zahlungs- und Plattformgebühr als Prozentsatz vom Verkaufspreis. Schau den Wert im Dashboard deines Zahlungsanbieters für dein Land und deinen Tarif nach, statt zu schätzen.
- 3
Leg deine Zielmarge fest, trag bei bezahlter Werbung deine Kosten pro Bestellung ein und lies den empfohlenen Preis samt Gewinn ab.
Warum der klassische Aufschlag stille Verluste produziert
Die häufigste Methode am Anfang: Einkaufspreis nehmen und mal drei, mal fünf rechnen – je nachdem, welche Faustregel man gerade gehört hat. Das fühlt sich sicher an, weil der Multiplikator groß aussieht. Das Problem: Diese Methode deckt nur die Kosten ab, die du direkt siehst. Zahlungsgebühren, Plattformprovision und die Marge, mit der du gerechnet hast, sind Prozentsätze vom Verkaufspreis – und die wachsen mit, sobald der Preis steigt. Ein fester Aufschlag auf den Einkauf kann diesem beweglichen Ziel nicht folgen.
Dazu kommt die Verwechslung von Aufschlag und Marge, der teuerste Rechenfehler im E-Commerce. Der Aufschlag bezieht sich auf deinen Einkaufspreis, die Marge auf deinen Verkaufspreis. Das sind nie dieselben Zahlen. Kaufst du für 10 ein und verkaufst für 20, ist das ein Aufschlag von 100 %, aber nur eine Marge von 50 %. Verkaufst du dasselbe Produkt für 15, sind es 50 % Aufschlag und 33 % Marge. Wer glaubt, 50 % Aufschlag seien 50 % Marge, arbeitet mit rund einem Drittel weniger Gewinn als gedacht – und merkt es meist erst, wenn eine Retoure oder ein teurerer Klickpreis ihn ins Minus schiebt.
Rückwärts von der Marge zu rechnen löst beide Probleme auf einmal. Du entscheidest, welchen Anteil jedes Verkaufs du behalten willst, sagst dem Rechner, wie viel Prozent die Gebühren nehmen, und der Preis ergibt sich aus der Mathematik statt aus Gewohnheit. Damit wird auch dein Break-even sichtbar, und den brauchst du spätestens beim Skalieren: Bei 40 % Marge liegt dein Break-even-ROAS bei 2,5 – daran ändert auch die beste Creative-Idee nichts.
Wenn der nötige Preis zu hoch für den Markt wirkt
Irgendwann spuckt der Rechner einen Preis aus, den dein Markt offensichtlich nicht zahlt. Das ist keine schlechte Nachricht, sondern eine Information: Das Produkt trägt bei deiner aktuellen Kostenstruktur und deiner aktuellen Werbeeffizienz die gewünschte Marge nicht. Die falsche Reaktion ist, den Preis zu drücken und auf Menge zu hoffen. Die richtige ist, an einem der vier Hebel zu arbeiten, die die Zahl wirklich bewegen.
Hebel eins ist der Einkauf: ein besserer Lieferantenpreis, eine günstigere Versandlinie oder leichtere Verpackung senken den Zähler des Bruchs direkt. Hebel zwei ist der Bestellwert – Bundles, Mehrfachpackungen und ein wirklich sinnvolles Upsell verteilen denselben Versand und dieselben Werbekosten auf einen größeren Warenkorb und heben die Marge, ohne dass ein einzelnes Stück teurer wird. Hebel drei sind die Werbekosten: In Creatives und Angebotswinkeln steckt fast immer mehr Spielraum als im Einkaufspreis, und niedrigere Kosten pro Bestellung wirken rechnerisch genauso wie ein günstigerer Lieferant.
Hebel vier ist eine dünnere Marge – aber bewusst. Es gibt gute Gründe dafür: ein Produkt, das nachgekauft wird, eine starke E-Mail-Liste, ein Bundle, das den Warenkorb im Nachgang hebt. Was Shops umbringt, ist die dünne Marge aus Versehen, weil der Preis nach Gefühl gesetzt wurde und die Gebühren nie im Modell standen. Entscheide die Marge absichtlich, schreib sie auf und vergleich sie jeden Monat mit den echten Zahlen. Die anderen kostenlosen Rechner von Droplink für Gewinnmarge und Break-even-ROAS arbeiten mit denselben Eingaben, damit das Bild konsistent bleibt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Aufschlag und Marge?
Der Aufschlag setzt deinen Gewinn ins Verhältnis zum Einkaufspreis, die Marge zum Verkaufspreis. Kaufst du für 10 und verkaufst für 25, sind das 150 % Aufschlag, aber 60 % Marge. Weil der Bezugswert ein anderer ist, sieht der Aufschlag immer größer und schmeichelhafter aus. Rechne mit der Marge – sie sagt dir, wie viel von jedem Verkauf bei dir bleibt.
Gehören Werbekosten in die Preiskalkulation?
Wenn bezahlte Werbung die Bestellung bringt: ja. Werbebudget verhält sich wie eine fixe Kostenposition pro Bestellung. Lässt du sie weg, sieht der Preis in der Tabelle profitabel aus und verliert im Werbekonto Geld. Nimm deinen echten Durchschnitt über einen längeren Zeitraum, nicht deinen besten Tag. Kommen deine Verkäufe organisch, über eine Liste oder von Stammkunden, kannst du das Feld leer lassen und das Ergebnis als Preis vor Akquisekosten lesen.
Welche Zielmarge soll ich wählen?
Es gibt keine allgemeingültige Zahl, und wer dir eine nennt, rät. Ehrlich hängt es an drei Dingen: wie stark du von bezahlter Werbung abhängst, wie hoch deine Retouren- und Rückbuchungsquote ist und ob Kunden wiederkommen. Ein Shop, der jede Bestellung über Anzeigen einkauft und ein Einmalprodukt verkauft, braucht eine deutlich dickere Marge als einer mit organischem Traffic und Nachkäufen. Setz eine Zahl, die du begründen kannst, und prüf sie nach einem Monat gegen deinen echten Gewinn pro Bestellung.
Soll ich Preise mit ,99 enden lassen?
Solche Preisenden sind eine alte Handelskonvention und schaden bei günstigen Impulsprodukten nicht, wo ein Preis nach Angebot aussehen darf. Bei hochpreisiger Positionierung wirken runde Zahlen dagegen souveräner und weniger nach Rabatt. Es ist eine Rundungsentscheidung, keine Strategie: Setz den Preis zuerst aus der Marge und runde dann auf das Ende, das zu deiner Marke passt – aber immer nach oben, damit das Runden deine Marge nicht auffrisst.